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13.-15.3. im WKV Stuttgart "Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien"

Aus aktuellem Anlass möchte die ADKV auf das geplante Symposium des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart hinweisen.

Der Württembergische Kunstverein wurde in den vergangenen Jahrzehnten vielfach für den ADKV Art Cologne Preis für Kunstvereine nominiert – nicht zuletzt aufgrund seiner herausragenden Tagungen zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten.

Vor dem Hintergrund der Kontroverse um die kurzfristige Rücknahme der Förderung des Symposiums möchten wir hier die Möglichkeit geben, Konzept und Programm näher kennenzulernen. Dank einer solidarischen Spendenaktion konnte die Finanzierung innerhalb von nur zwei Tagen gesichert werden.

Die ADKV tritt entschieden jeder Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung entgegen. Dazu zählen selbstverständlich Rassismus und Antisemitismus. Gerade im letztgenannten Fall halten wir eine offene und differenzierte Debatte über Definitionen und Zuschreibungen für notwendig und unterstützenswert.

Zuletzt wurde die Bedeutung von Meinungs- und Kunstfreiheit in der Kontroverse um die Berlinale von zahlreichen Kunst- und Kulturschaffenden und führenden Zeitungen nachdrücklich betont.

 

"Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien"

SYMPOSIUM 
13.–15. März 2026

mit
Lily Abichahine, Emily Dische-Becker, Katja Diefenbach, Denise Ferreira da Silva (zoom), Hanno Hauenstein, Sami Khatib, Henrike Kohpeiß, Ralf Michaels, Hannah Tzuberi, René Wildangel und anderen

Sprache: Englisch
Anmeldung: volk [at] wkv-stuttgart.de

Auslöser dieses Symposiums ist die wachsende Sorge um die Freiheit, Unabhängigkeit und Freiräume von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft in Deutschland und anderen liberalen Demokratien. 

Über die Kontexte und Tragweiten der Restriktionen sowie über mögliche Umgangsweisen damit möchten wir auf transdisziplinärer Ebene diskutieren: Das heißt in und zwischen den Diskursen von Philosophie, Politik-, Rechts- und Kulturwissenschaften – und darüber hinaus. 

Die modernen, vermeintlich europäischen Konzepte von Freiheit und Autonomie entstehen mit der Aufklärung, deren nicht nur emanzipatorischen, sondern auch sexistischen, rassistischen, klassistischen und kolonialen Strukturen Gegenstand jüngerer transdisziplinärer Forschung und Theorie sind. Freiheit und Unabhängigkeit stellen keine fixen, sondern permanent zu erstreitende soziale Verhältnisse dar. Dieser Streit muss offen sein. 

Weiterführende Informationen entnehmen Sie dem oben verlinkten pdf und der ständig aktualisierten website des Württembergischen Kunstvereins.


PROGRAMM
Ein ausführliches Programm erscheint in Kürze

Freitag, 13. März 2026
18:30 – 21 Uhr
INPUTS + PANEL
Zur Kritik der Freiheit
Katja Diefenbach, Denise Ferreira da Silva (zoom)

Samstag, 14. März 2026
10:30 – 21 Uhr
INPUTS + PANELS
Über Freiheit, Autonomie und politische Einflussnahme aus den Perspektiven von Philosophie, Recht, Rassismus- und Antisemitismusforschung, Nahoststudien, Kunst- und Kulturwissenschaften
Lily Abichahine, Emily Dische-Becker, Hanno Hauenstein, Sami Khatib, Henrike Kohpeiß, Ralf Michaels, Hannah Tzuberi, René Wildangel

Sonntag, 15. März 2026
10 –12 Uhr
PLENUM / OFFENE DEBATTE
Was tun?
13 – 14 Uhr
AUSSTELLNGSRUNDGANG
Zur Ausstellung Privathandtaschen dürfen zum Außendienst nicht mitgetragen werden über weibliche NS-Täterinnenschaft.
Mit Dominique Hurth