Jahresgabe

Gerrit riecht Titanenwurz

Kerstin Cmelka

In ihren jüngsten Film-, Foto- und Performancearbeiten beschäftigt sich Kerstin Cmelka mit gesellschaftlichen Formen des Übergangs zwischen Lebensstadien oder sozialen Zuständen. Ihr Interesse gilt dabei insbesondere der Faszination und dem Begehren nach Adoleszenz. Für ihre Jahresgabe kolorierte sie eine Fotografie, die den jungen Hamburger Künstler Gerrit Frohne-Brinkmann zeigt, wie er an einer Titanenwurz-Pflanze riecht, deren Charakteristikum insbesondere ihr großer, unverzweigter Blütenstand sowie ihr Aasgeruch ist. 

Kerstin Cmelka kollaboriert für ihre Arbeiten häufig sowohl mit befreundeten Künstlern als auch mit dem jeweiligen Umfeld, in dem ihre Projekte realisiert werden. Im Rahmen ihrer Ausstellung „All Change“ im Kunstverein Harburger Bahnhof nutzte sie die bühnenhafte Architektur des Ausstellungsraums für die Aufführung zweier Performances „Change“ und „The Non-Identical Twins“, in die jeweils Hamburger Künstler, Galeristen und Kritiker als Performer involviert waren. In dieser Zusammenarbeit lernte sie auch Gerrit Frohne-Brinkmann kennen. 
 

Kerstin Cmelka (*1974, Mödling, A) lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten waren u. a. zu sehen in der Halle für Kunst in Lüneburg (2012), in der KM Halle für Kunst und Medien (2012), in der Lunds Konsthall, Lund (2012), bei Elaine, Basel (2012) oder in den Kunst-Werken, Berlin (2009).