Jahresgabe

Good Day, Bad Day

Michael Smith

Michael Smith

*1951, US

Whitney Independent Study Program, New York, NY; Colorado College, Colorado Springs, CO; lebt und arbeitet in New York, NY und Austin, TX.

 

Ausstellungen (Auswahl)

2017: Skulptur Projekte 2017, Münster; 2016: Threshold, Yale Union, Portland, OR (solo); 2015: Excuse me!?!...I’m looking for the “Fountain of Youth”, Greene Naftali, New York (solo); BMW Tate Live: Performance Room, Tate Modern, London (Performance); 2012: Fountain, Dan Gunn, Berlin (solo); 2009: A Voyage of Growth and Discovery, Sculpture Center, New York (mit Mike Kelley); 1987: documenta 8, Kassel

 

Seit den 1970er Jahren ist Michael Smith eine einflussreiche Persönlichkeit in der Performance-, Video- und Installationskunst. Während seiner gesamten Laufbahn als Künstler war er außerdem aktiv als Kritiker und Dozent an einer Reihe renommierter Institutionen tätig, darunter an der Yale University, der Royal Danish Academy und der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA).

Michael Smith widmet sich den tragikomischen Aspekten der amerikanischen Kunst- und Kulturwelt. Viele von Smiths Arbeiten konzentrieren sich um die von ihm entwickelte Figur, Mike, einen naiven und ein wenig unfähigen Jedermann. Eine andere wiederkehrende Performance-Persona ist das Kleinkind Baby Ikki, das durch seine Körperbehaarung, übergroße Windeln und die unterdimensionierte Sonnenbrille gekennzeichnet ist. Um diese Performances zu erarbeiten, die sowohl für die Bühne als auch für Videoarbeiten entstanden sind, hat Smith ein Arbeitskollektiv geschaffen, das mit vielen KünstlerInnen in unterschiedlichen Medien zusammenarbeitet. Zusätzlich zu den zeitbasierten Arbeiten hat Smith immersive Installationen entwickelt, mehrere Künstlerbücher und eine Vielzahl von Zeichnungen produziert. Übergreifende Themen in seinem Werk sind Alter, Jugendkult und Lifestyle-Phänomene. Für die Laufzeit der Skulptur Projekte 2017 hat Smith ein Tattoo-Studio am Hansaring entworfen, in dem Senioren Tätowierungen zu günstigen Sonderkonditionen erhalten haben. Als Jahresgabe für den Westfälischen Kunstverein hat Michael Smith vor Ort 20 aquarellierte Zeichnungen angefertigt. In gewohnt komischer und pointierter Manier nimmt er ein typisches Alltagsphänomen der amerikanischen Konsumkultur ins Visier. Die zwei cartoonartigen Szenen zeigen in einer knapp verkürzten Bildgeschichte ein schlicht gezeichnetes Strichmännchen in Unterhosen. Dessen traurige Verfassung an einem „schlechten Tag“ ist der sonnigen Situation eines „guten Tages“ gegenübergestellt, die sich dadurch unterscheidet, dass das Männchen nun im freudigen Besitz von Rabattmarken ist.

 

 

 

Wie schon die Tattoos für Senioren bei den Skulptur Projekten 2017, bietet Michael Smith auch seine Jahresgabe für den Westfälischen Kunstverein mit einem Rabatt an. Der Künstler hat den sogenannten „schwarzen Freitag“, dem US-amerikanischen Winterschlussverkauf zum Anlass genommen, Good Day, Bad Day für den halben Preis zum anzubieten.