Jahresgabe

Ohne Titel

Gerrit Frohne- Brinkmann
Philip Pichler

Für die Jahresgaben schlachten Gerrit Frohne-Brinkmann und Philip Pichler ihr Sparschwein. Für ihre Plastik wurde der klassisch akademische Werkstoff Gips in Sparschweine unterschiedlicher Größe und Form gegossen. Beim Aushärten erwärmt sich der Gips und sprengt das Sparschwein von innen heraus. Das ausgegossene Sparschwein legt sich somit durch die Ausdehnung des Materials selbst frei. 

Die unterschiedlichen Formate, die Gerrit Frohne-Brinkmann und Philip Pichler für ihre Plastiken gewählt haben, erinnern an kleinbürgerliche Sammelleidenschaften. Durch das Ausgießen von billigem Nippes und der Gleichsetzung der künstlerischen Arbeit mit dem Inhalt von Sparschweinen, der meist aus Cent-Münzen besteht, wird das Sammeln von Kunst, insbesondere die Möglichkeit durch Jahresgaben Kunst mit seinem mühevoll Ersparten zu erstehen, liebevoll aufs Korn genommen. 

In der Reihe „Am Piano:....“ stiegen Frohne-Brinkmann und Pichler dem Kunstverein aufs Dach: Mit ihrer aus Bronze gegossenen Bananenschale wurde bereits ihr bewusster Umgang mit alltäglichen Objekten deutlich, die durch Bearbeitung mit traditionellen Materialien neu kontextualisiert werden.