Jahresgabe

Chowsie

Billy Coulthurst

Die Arbeit Chowsie (2023), ist Teil einer Werkreihe von Billy Coulthurst, welche auf dem Burlesque-Film Gypsy aus dem Jahr 1962 mit Natalie Wood in der Hauptrolle basiert und interpretiert Aspekte der Szenografie, des Soundtracks und in diesem Fall Woods fiktiven Hundes.

In Chowsie verdeckt das lange Fell des Hundes seinen Blick und bildet gleichzeitig einen Schleier, der die Materialität des Gemäldes betont. Die Beziehung zwischen Fell und Licht bildet eine wechselseitige Bewegung. Der Fokus des Gemäldes liegt zwischen Motiv und Oberfläche und lenkt die Aufmerksamkeit sowohl auf die gemalte Textur als auch auf die darstellende Form.  

Die Serie befasst sich mit der Konstruktion und Darstellung einer überzeichneten Persönlichkeit und setzt die Inszenierung des Selbst in Gypsy in Beziehung des Kontexts der zeitgenössischen Kunst.  

Chowsie erinnert auch an die Tierporträts Bob (1876) und Minnay (1862) von Edouard Manet. Die Schnittmenge dieser unterschiedlichen kulturellen Referenzen bildet das, was Coulthurst als „Vaudeville Express“ bezeichnet, eine hypothetische Zugstrecke, auf der die Subjekte sich ihrer eigenen Objektivität kritisch bewusst werden.