ADKV–Herzogenrath Forum 2026
ADKV–Herzogenrath Forum 2026:
Transformation
am 17.10. im Kasseler Kunstverein
(Fridericianum)
mehr Information folgt in Kürze
ADKV–Herzogenrath Forum 2026 Kunstinstitutionen und insbesondere die oft mit sehr wenig Personal und begrenzten finanziellen Ressourcen arbeitenden Kunstvereine stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Sie müssen neue Leitungs- und Fördermodelle, kuratorische Formate und Formen der Öffentlichkeitsarbeit hinterfragen und weiterentwickeln. Diese Transformation wird durch mehrere gleichzeitig wirksame Dynamiken geprägt: Generationswechsel, veränderte Förderlandschaften, neue Erwartungen an Teilhabe und Repräsentation sowie eine politisch polarisierte Gegenwart.
Vor diesem Hintergrund sind Kunstvereine besonders gefordert, Haltung zu zeigen, ohne in vereinfachende Gegenbilder zu verfallen, Räume zu öffnen, ohne deren Konflikthaftigkeit zu glätten, und Komplexität auszuhalten, wo populistische Narrative nach Eindeutigkeit verlangen. Zugleich müssen sie angesichts ökonomischer Unsicherheiten tragfähige alternative Fördermodelle entwickeln, um langfristig arbeitsfähig zu bleiben.
In diesem Spannungsfeld zeigt sich ein doppelter Transformationsprozess: Einerseits die Notwendigkeit, Strukturen, Programme und Kooperationen den aktuellen Bedingungen anzupassen. Andererseits eröffnet sich die Chance, institutionelle Grundlagen neu zu denken und sich bewusst gesellschaftlich zu positionieren.
Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit von Kunstinstitutionen ist ihre Fähigkeit, Transformation auf struktureller, programmatischer und gesellschaftlicher Ebene miteinander zu verbinden. Stabilität entsteht dabei nicht trotz, sondern durch kontinuierliche Veränderung.
Ein besonderer Dank gilt Wulf Herzogenrath und der Wulf Herzogenrath Kultur-Stiftung, die das ADKV– Herzogenrath Forum und den ADKV–Wulf-Herzogenrath-Preis ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Kunstvereine in Deutschland leistet.
Wulf Herzogenrath zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Kunstlandschaft, er ist u.a. langjähriger Leiter des Kölnischen Kunstvereins und der Kusthalle Bremen, sowie Mitbegründer der ADKV, deren Vorstandsvorsitzender er von 1980 bis 1988 war. Sein langjähriger Einsatz für unabhängige Kunstinstitutionen und seine Überzeugung, dass Kunstvereine zentrale Orte des zeitgenössischen Diskurses sind, prägen den Geist des Forums.